Gruene Woche © GIZ

20.01.2017

Grüne Woche 2017: Fair leben, fair einkaufen, fair produzieren

Bis zum 29. Januar zeigt eine Sonderschau des Bundesentwicklungsministeriums, wie eine Welt ohne Hunger durch fairen Einkauf und Innovationen möglich ist.

"fair leben, fair einkaufen, fair produzieren" – unter diesem Motto steht die Sonderschau des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auf der diesjährigen Internationalen Grünen Woche in Berlin. Mit dabei: die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und zahlreiche Partner des BMZ. Die gemeinsame Ausstellung in Halle 5.2 erläutert, wie eine Welt ohne Hunger durch fairen Einkauf und Innovationen möglich ist.

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller eröffnete die Sonderschau am 20. Januar: "Zusammen mit unseren Entwicklungsexperten auf der ganzen Welt arbeiten wir dafür, dass Lebensmittel oder Kleidung unter fairen sozialen und ökologischen Bedingungen hergestellt werden. Damit erreichen wir Entwicklungssprünge in unseren Partnerländern, sichern die Zukunft der Menschen am Anfang der Produktionskette und leisten wesentliche Beiträge zum Umwelt- und Klimaschutz. Die Fortschritte, die wir hier erreichen, sind beeindruckend. Von unseren grünen Innovationszentren bis hin zum Textilbündnis erbringen wir den Beweis: mit fair geht mehr und jeder von uns kann dazu seinen Beitrag leisten."

Am GIZ-Stand erfahren die Messebesucher mehr über die nachhaltige Herstellung von Kakao, Cashewnüssen und Moringa. Christoph Beier, stellvertretender Vorstandssprecher der GIZ, erklärt: „Die meisten Armen weltweit leben in ländlichen Gebieten. Hier anzusetzen, verspricht die größte Wirkung: Mit nachhaltigem Anbau und der Weiterverarbeitung im Land verbessern wir nicht nur die Ernährung der auf dem Land Lebenden, sondern fördern auch die wirtschaftliche Entwicklung.“

Allein in den Jahren 2010 bis 2015 hat die GIZ dazu beigetragen, Hunger und Mangelernährung von elf Millionen Menschen zu überwinden. An ihrem Stand informiert die GIZ, wie sie Cashewbauern in Afrika im Auftrag der Bundesregierung beim verbesserten Anbau und der Vermarktung von Cashewnüssen unterstützt hat und deren Einkommenssituation deutlich verbessern konnte. Bisher kamen diese Maßnahmen mehr als 400.000 Bauern zugute, die ihr Netto-Einkommen aus Cashew um rund 160 US-Dollar steigern und damit teils mehr als verdoppeln konnten.

Außerdem wird die Arbeit rund um Kakao und Moringa vorgestellt. Der Moringabaum ist ein Alleskönner und leistet besonders in Burkina Faso, Togo und Benin einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherung. Das Pulver aus getrockneten Blättern sorgt als Zusatz im morgendlichen Frühstück oder in sämtlichen Saucen für jede Menge Proteine. Davon kann man sich direkt am Stand überzeugen: Neben fairer Schokolade und Cashewnüssen können auch Moringa-Smoothies probiert werden.


        
    
Impressionen vom GIZ-Stand. Foto: GIZ/Jens Heine

        
    
V.l.n.r.: Heinrich Heinrichs (Africrops), Christoph Beier (Stellvertretender Vorstandssprecher der GIZ) und MdB Johannes Selle (CDU, Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Foto: GIZ/Jens Heine

        
    
Eröffnung der BMZ-Präsentation auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Foto: BMZ/Photothek.net

        
    
Tauschten sich am GIZ-Stand aus: Christoph Beier (Stellvertretender Vorstandssprecher der GIZ), Sabine Tonscheidt (Leiterin Unternehmenskommunikation und Pressesprecherin der GIZ) und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (v.l.n.r.). Foto: BMZ/Thomas Eck