Gruppenbild von einem Drohnenlehrgang © GIZ

08.02.2017

Drohnen verbessern Wassermanagement in Thailand

Seit 2013 ermöglichen 3-D-Modelle den effizienten Einsatz von Schutzmaßnahmen für Flüsse und Wasserreservoire. Drohnen liefern die Daten dafür.

Thailand leidet unter den Folgen des Klimawandels, vor allem die Landwirtschaft hat mit Wetterextremen zu kämpfen. Auf eine Hochwasserkatastrophe im Jahr 2011 folgten Jahre der Dürre, was die ohnehin durch die Landwirtschaft beeinträchtigten Wasserressourcen zusätzlich belastet.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH die thailändische Regierung seit 2013 beim nachhaltigen Schutz des zur Verfügung stehenden Wassers. Dabei werden unter anderem Drohnen eingesetzt. So kann der Zustand von Flüssen und Wasserspeichern, die der Landwirtschaft zum Bewässern der Felder dienen, effizient überwacht werden – auch schwer zugängliche Abschnitte. Die Luftbilder zeigen zum Beispiel, wo die Wasserbecken durch eingespülte Erde beeinträchtigt werden.

Die von den Drohnen gesammelten Daten werden darüber hinaus zur Entwicklung von 3-D-Modellen genutzt, mit denen Experten die Wirksamkeit geplanter Schutzmaßnahmen simulieren. So lassen sich in kürzester Zeit verschiedene Wetterszenarien, klimatische Entwicklungen und die Folgen darstellen. Durch die 3-D-Modelle können bis zu zwei Drittel der Kosten gespart werden: Dank der Luftbilder und der Modelle werden die Schutzmaßnahmen genau dort gesetzt, wo sie die größte Wirkung erzielen. Zum Beispiel mussten die Wasserspeicher bislang regelmäßig ausgebaggert werden. Durch die Befestigung von gefährdeten Uferabschnitten mit Gräsern, Sträuchern und Bäumen wird nun verhindert, dass Erde in die Wasserspeicher gespült wird.

Das Know-how für den Drohneneinsatz stammt von der deutschen Firma IAMHYDRO, die gemeinsam mit der Walailak-Universität einen Lehrplan zur Aus- und Fortbildung der benötigten Drohnen-Piloten entwickelt hat. Bislang wurden rund 100 Teilnehmer im Drohneneinsatz ausgebildet. Drei Absolventen gründeten nach ihrer Fortbildung ein Unternehmen, das sich auf die Untersuchung und das Monitoring von Wassersystemen spezialisiert hat.