01.03.2017

Agenda 2030: Ein Kompass für Entwicklung

Das neue Heft des GIZ-Magazins „Akzente“ ist erschienen. Titelthema ist die Agenda 2030: Warum es sich lohnt, auch in Krisenzeiten an ihr festzuhalten.

Im September 2015 haben sich 193 Länder mit Unterzeichnung der Agenda 2030 auf ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum verpflichtet, das den Wohlstand mehrt, ohne die Umwelt weiter zu zerstören. Die in der Agenda festgelegten Ziele für nachhaltige Entwicklung gelten für alle Länder gleichermaßen. Sie bilden den überwölbenden Rahmen der internationalen Zusammenarbeit und geben die nationale und internationale politische Orientierung für nachhaltige Entwicklung vor.

Immer mehr Krisenherde und Konflikte stellen die Agenda 2030 aber jetzt schon vor große Herausforderungen. Die Journalistin Dagmar Dehmer geht diesem Problem im Essay des neuen „Akzente“-Heft nach: Lohnt es sich eigentlich, auch in Krisenzeiten an diesem „Bauplan für eine bessere Welt“ festzuhalten? Ist die Agenda 2030 mehr als nur Prosa? Darauf antwortet die Tagesspiegel-Redakteurin mit einem klaren Ja. Sie zeigt anhand von Beispielen aus Syrien, Kenia und Marokko, dass es gerade in dieser von Unsicherheit geprägten Zeit wichtig ist, sich weiter für die Agenda-Ziele einzusetzen.

Denn viele der positiven Entwicklungen der vergangenen Jahre gehen zurück auf den Vorgänger der Agenda 2030, die Millenniumsentwicklungsziele. Im Jahr 2000 verpflichtete sich die Weltgemeinschaft zum Beispiel dazu, bis 2015 die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben, zu halbieren. Das ist gelungen.

Woran liegt es, dass trotzdem unser Blick auf den Zustand der Welt eher skeptisch ist? Das erklärt der deutsche Ökonom Max Roser im Interview. Er spricht von einer verzerrten Wahrnehmung. Denn Menschen neigten dazu, das Negative überzubewerten. Rosers Forschung zufolge geht es den meisten Menschen heute besser als früher. Die Zahl der bewaffneten Konflikte hat allerdings zugenommen – zwischen 2007 und 2014 hat sie sich fast verdreifacht – und das ist es, was wir vor allem sehen.

Das „Akzente“-Heft gibt außerdem Einblicke, wie sich die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH konkret von den Nachhaltigkeitszielen leiten lässt – ob beim Cashewnuss-Anbau in Ghana oder einem Versöhnungsprojekt in Kolumbien – und berichtet über weitere Neuigkeiten aus dem Unternehmen.




    

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