23.05.2017

Indonesien: Eine Krankenversicherung für alle

Mehr als zwei Drittel der indonesischen Bevölkerung sind bereits Mitglied im weltweit größten beitragsfinanzierten gesetzlichen Krankenversicherungssystem.

Indonesien ist mit rund 260 Millionen Einwohnern eines der bevölkerungsreichsten Länder der Welt. Rund jeder Zehnte in dem südostasiatischen Staat lebt unterhalb der Armutsgrenze.

Die indonesische Regierung möchte deshalb ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Dazu zählt, alle Bürger gegen existenzbedrohende Risiken – wie zum Beispiel Krankheiten – abzusichern. Aus diesem Grund führte die Regierung 2014 das weltweit größte beitragsfinanzierte gesetzliche Krankenversicherungssystem ein. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH hat sie dabei unterstützt. Heute sind mit rund 175 Millionen Menschen fast zwei Drittel der indonesischen Bevölkerung krankenversichert. Darunter sind rund 90 Millionen arme und von Armut bedrohte Indonesier. Sie erhalten einen kostenlosen Versicherungsschutz, den die indonesische Regierung finanziert. Für Angestellte bezahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Versicherungsbeitrag anteilig.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) berät die GIZ die indonesische Regierung außerdem dabei, die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum weiter auszubauen. Dies ist notwendig, damit die ländliche Bevölkerung im Krankheitsfall medizinisch versorgt werden kann.

Die Unterstützung von Reformen im Gesundheitssystem durch die GIZ und ihre Partner reicht weit über Indonesien hinaus. Weltweit konnten allein zwischen 2010 und 2015 mehr als 300 Millionen Menschen von einer besseren Gesundheitsversorgung profitieren.

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