14.06.2017

Nordirak: Sauberes Trinkwasser für Flüchtlinge

Durch den Bau von Brunnen und Trinkwasserversorgungssystemen werden Flüchtlinge und aufnehmende Gemeinden mit sauberem Wasser versorgt.

Mehr als eine Million Binnenvertriebene und rund 250.000 syrische Flüchtlinge haben seit 2014 Zuflucht in der autonomen Region Kurdistan gesucht – knapp die Hälfte von ihnen in der Provinz Dohuk. Durch den Zuzug der vielen Menschen steht die Region vor großen Herausforderungen. So hat sich zum Beispiel die Trinkwasserversorgung in dem Gebiet dramatisch verschlechtert. Darunter leiden sowohl die dort lebenden Flüchtlinge als auch die Bevölkerung in den aufnehmenden Gemeinden.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt die örtliche Wasserbehörde dabei, die Trinkwasserversorgung in der Region mittel- und langfristig zu sichern. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) werden etwa Brunnen gebaut, Wasserpumpen und marode Wassertanks repariert oder ersetzt sowie die Wasserqualität verbessert. Die Projekte werden in Kooperation mit den Partnern Danish Refugee Council und World Vision International durchgeführt.

Im Bezirk Faida errichtet die GIZ gemeinsam mit der kurdischen Wasserbehörde ein neues Trinkwasserversorgungssystem. Mehr als 170.000 Personen in Camps und den aufnehmenden Gemeinden haben dort bereits Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten. Gleichzeitig werden Techniker, Betriebspersonal und Management der Behörde geschult, damit sie die Anlage in Zukunft selbst betreiben und warten können. In der Stadt Zakho – ebenfalls Teil der Provinz Dohuk – wird eine Anlage zur Aufbereitung von Trinkwasser instandgesetzt. Davon profitieren bislang 225.000 Bewohner. Zusammengenommen unterstützen die Maßnahmen insgesamt knapp eine Million Menschen in der Region.

Eine gute Trinkwasserversorgung ist aber nur eine der Herausforderungen im Nordirak. Mit welchen weiteren Maßnahmen die GIZ die Flüchtlinge und die aufnehmenden Gemeinden unterstützt, beschreibt die Referenz „Nordirak: Ein Leben nach der Flucht“.

The Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) is supporting the local water authority in securing the medium- and long-term supply of drinking water in the region. On behalf of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), it is, for example, building wells, repairing or replacing water pumps and dilapidated water tanks, and improving water quality. This work is being carried out in cooperation with the project’s partners, the Danish Refugee Council and World Vision International.

In the district of Faida, GIZ is working with the Kurdish water authority to establish a new drinking water supply system. More than 170,000 individuals living in camps and host communities have already benefited from access to clean drinking water. Technicians, operations staff and management from the authority are being given the necessary training so that they can run and service the plant themselves in future. In the city of Zakho, also in Dohuk Province, a drinking water treatment plant is being upgraded, benefiting 225,000 local people so far. Taken together, these measures are supporting almost one million people in the region.

However, providing clean drinking water is only one of the challenges in Northern Iraq. For details of further measures being taken by GIZ to support refugees and host communities, see ‘Northern Iraq: A life after displacement’.