Flaggen der Europäischen Union vor dem Hauptsitz der Europäischen Kommission in Brüssel (Belgien) (Bild: Rachele Rossi / GettyImages)

Europäische Union

Die Europäische Union (EU) und ihre Mitgliedstaaten sind zusammengenommen der weltweit größte Geber in der Entwicklungszusammenarbeit. Als deutsches Bundesunternehmen trägt die GIZ mit ihrer Arbeit dazu bei, die politischen Ziele und internationalen Verpflichtungen der EU und der Bundesregierung umzusetzen. Dafür arbeitet die GIZ weltweit mit und für die EU in zahlreichen Themenfeldern und unterstützt die EU im Auftrag der Bundesregierung von der fachlichen Beratung bis zur praktischen Umsetzung von Projekten.

Die GIZ ist zertifiziert im Rahmen der Delegierten Kooperation Mittel der Europäischen Kommission für die Unterstützung von Partnerländern zu verwalten. Diese Mittel werden von der GIZ als von der Bundesregierung beauftragte Gemeinschaftsmaßnahmen (Kofinanzierungen) umgesetzt. Darüber hinaus führt sie über GIZ International Services Aufträge der EU durch. 

Die GIZ arbeitet mit verschiedenen Generaldirektionen der Europäischen Kommission zusammen. Neben den Generaldirektionen „Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung“ (DEVCO) und „Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen“ (NEAR) ist sie als Fach- und Dialogpartner sowie Dienstleister unter anderem für den Dienst für außenpolitische Instrumente (FPI) oder die Generaldirektionen „Klimaschutz“ (CLIMA), „Energie“ (ENER), „Migration und Inneres“ (HOME), „Forschung und Innovation“ (RTD) und „Gesundheit und Lebensmittelsicherheit“ (SANTE) aktiv. Um europäische Lösungen für globale Herausforderungen anbieten zu können, kooperiert die GIZ in der Durchführung vielfach mit anderen europäischen Durchführungsorganisationen oder nationalen und internationalen Partnern. Die Kooperation mit der Privatwirtschaft ist dabei von wachsender Bedeutung, um etwa nachhaltige Investitionen, die Berufsausbildung und die Entwicklung der Arbeitsmärkte in den Partnerländern zu fördern. 

Verschiedene Vorhaben werden im Rahmen der in den vergangenen Jahren etablierten EU-Treuhandfonds umgesetzt. Dazu zählt der von DG NEAR verwaltete regionale EU-Treuhandfonds Madad als Antwort auf die Syrienkrise. Die GIZ unterstützt die Nachbarländer Syriens bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise durch verbesserte Infrastruktur und Verwaltung, Dialog und berufsnahe Qualifizierung. Dafür arbeitet sie mit französischen, spanischen, ungarischen und belgischen Durchführungsorganisationen zusammen. Neben den Mitteln aus dem EU-Treuhandfonds wird das Programm zusätzlich von der Bundesregierung finanziert. 

Auch bei den Vorhaben des von DG DEVCO verwalteten EU-Treuhandfonds für Afrika arbeitet die GIZ mit daran, die Lebenssituation für die Menschen zu verbessern – etwa im Niger und in Burkina Faso, in Kamerun, im Sudan und am Horn von Afrika.