Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in ausgewählten Regionen Usbekistans

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in ausgewählten Regionen Usbekistans
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Europäische Union (EU)
Land: Usbekistan
Politischer Träger: Wirtschaftsministerium der Republik Usbekistan
Gesamtlaufzeit: 2013 bis 2020

Ausgangssituation

Der Zusammenbruch der Sowjetunion führte zu einer zögerlichen wirtschaftlichen Öffnung Usbekistans. Auch heute ist das Land noch stark von Prinzipien der Planwirtschaft geprägt. Usbekistan ist eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Zentralasiens, insbesondere aufgrund der Förderung von Gold, Öl und Gas sowie des umfangreichen Anbaus von Baumwolle. Darüber hinaus hat Usbekistan mit umfassenden öffentlichen Fördermaßnahmen, wie Infrastrukturinvestitionen und der Förderung von Schlüsselindustrien, auf die Weltwirtschaftskrise reagiert.

Dennoch hatte die Strategie zur Wohlfahrtsverbesserung der usbekischen Regierung (Welfare Improvement Strategy of Uzbekistan) bislang noch keine regional und branchenübergreifend ausgewogene Wirkung auf die Wirtschaft. Die hohe Unterbeschäftigung im ländlichen Raum bleibt eine zentrale Herausforderung.

Ziel

In den Projektregionen Andijan, Surchandarya, Khorezm und Karakalpakstan sind die Voraussetzungen für breitenwirksames und ökologisches Wirtschaftswachstum verbessert. Dies schafft Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten für ländliche Bevölkerungsgruppen.

Vorgehensweise

Das Vorhaben unterstützt die usbekische Regierung, Maßnahmen zur Förderung beschäftigungswirksamer Wertschöpfungsketten umzusetzen. Insbesondere soll das Projekt die Entwicklung und das ökologische Wachstum kleinerer und mittelständischer Betriebe fördern und damit Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten benachteiligter ländlicher Bevölkerungsgruppen verbessern. Das Vorhaben konzentriert sich auf die Regionen Karakalpakstan, Khorezm, Surchandarya, auf die drei Regionen des Ferganatals Namangan, Andijan und Fergana sowie auf die Regionen Djizak, Syrdarya und Kashkadarya.
Das Vorhaben umfasst drei Handlungsfelder:

  • Förderung einer ökologischen und marktbasierten Wirtschaft, die alle Bürgerinnen und Bürger beteiligt
  • Förderung von Produktionsbereichen
  • Einführung neuer (ökologischer) Technologien, EU-Agrarstandards sowie Sozial- und Umweltstandards.

Gemeinsam mit ausgewählten Interessensvertretungen der Wirtschaft sowie Fachinstitutionen (Kammern, Verbände, Agrarinstitute) fördert das Projekt die regionale Wirtschaftsentwicklung und baut Dienstleistungsangebote (Information, Aus- und Weiterbildung, Training, Beratung) aus. Die lokale und regionale Verwaltung sowie politische Entscheidungsträger*innen sind in diesen Prozess eingebunden. Das stärkt nicht nur die Fähigkeiten dieser Akteure im Bereich regionaler/lokaler Wirtschaftsentwicklung, sondern verbessert auch den Dialog zwischen privaten und öffentlichen Institutionen. Außerdem arbeitet das Vorhaben mit relevanten Fachministerien, Forschungseinrichtungen sowie nationalen Akademien zusammen.