Qualifizierung für die wirtschaftliche Transformation Äthiopiens

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Kapazitätsaufbau im Bildungswesen in Äthiopien
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Äthiopien
Politischer Träger: Ministry of Science and Higher Education (MoSHE)
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2024

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Ausgangsituation

Im äthiopischen Wachstums- und Transformationsplan (Growth and Transformation Plan, GTP) wird dem Bil-dungssektor eine Schlüsselrolle dabei zugeschrieben, das Wirtschaftswachstum zu steigern, Entwicklungsziele zu erreichen und Äthiopien bis 2025 zu einem Land mit mittlerem Einkommen zu machen. Äthiopien hat große Fortschritte beim quantitativen Ausbau der tertiären Bildung erzielt, doch im Hinblick auf Qualität und Relevanz besteht weiterhin Aufholbedarf. Berufs- und Hochschulbildung sind wenig nachfrageorientiert, Praxiselemente im Lehren und Lernen fehlen. Das hindert viele junge Menschen daran, entscheidende berufliche Qualifikatio-nen zu erwerben, und die Jugendarbeitslosigkeit ist hoch.

Ziel

Absolventen von berufsbildenden Einrichtungen und Hochschulen finden zunehmend Beschäftigung in den Wachstumsbranchen der äthiopischen Industrie.

Vorgehensweise

Das deutsch-äthiopische Programm für Kapazitätsaufbau im Bildungswesen (STEP) fördert die Qualität und Relevanz der Berufs- und Hochschulbildung und verbessert so die Beschäftigungsaussichten junger Menschen in Äthiopien. In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wissenschaft und Hochschulbildung (MoSHE) und zuständigen Behörden und Einrichtungen stellt das Programm enge Beziehungen zwischen Bildung und Wirtschaft her, um die Entwicklung eines modernen, auf Beschäftigung und Wirtschaftswachstum ausgerichteten Bildungssystems zu unterstützen. Dabei kommen Arbeitgeber, Bildungsträger und Behörden zusammen, ermitteln den Bedarf und entwickeln gemeinsam geeignete Bildungslösungen zur Behebung des Problems, dass Qualifikationsangebot und -nachfrage nicht zusammenpassen.

Um das Ziel des Programms zu erreichen, werden Maßnahmen in vier Handlungsfeldern durchgeführt.

Entwicklung von Qualifikationen

Das Programm unterstützt seine Partner auf beiden Seiten des Arbeitsmarkts dabei, gemeinsam nachfrageorientierte Lang- und Kurzzeitschulungen zu planen und durchzuführen. So sollen Studierende und frischgebackene Absolventinnen und Absolventen zur Vorbereitung auf Arbeitsplätze im Bau- und Gastgewerbe, in der Leichtindustrie, der Metallherstellung und der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte angemessene berufliche, soziale, digitale und unternehmerische Kompetenzen erwerben.

Abstimmung von Angebot und Nachfrage

Das STEP erleichtert eine bessere Abstimmung, indem es den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Bildungsträgern und Arbeitgebern fördert, um die Relevanz der Bildungsinhalte zu gewährleisten und für Berufs- und Hochschulabsolventen neue Wege in die Beschäftigung zu schaffen. In diesem Rahmen werden Branchendialoge zur Einbindung des Privatsektors und anderer wichtiger Akteure aufgenommen, hochwertige Career Services gefördert und Vermittlungsmaßnahmen unterstützt.

Stärkung der institutionellen Leistungsfähigkeit

Das STEP stärkt die institutionelle Leistungsfähigkeit der wichtigsten Akteure in Bildung und Wirtschaft, indem es ihnen Wissen und Instrumente zur Umsetzung einer nachfrageorientierten Berufs- und Hochschulbildung vermittelt. Starke Institutionen gewährleisten die Nachhaltigkeit und langfristige Wirkung der Programminnovationen.

Bildungspolitische Unterstützung

Das Programm hilft nationalen bildungspolitischen Akteuren bei der Bewältigung aktueller Veränderungen im Bildungsbereich durch erkenntnisgestützte Entscheidungsfindung und fundierte Politikkonzepte und Strategien. Die Programmpartner werden bei der Entwicklung von Instrumenten (z. B. EMIS, Mechanismen zur Ressourcenmobilisierung) für ein effektives Management des Bildungssystems sowie bei der Überarbeitung der Bildungspolitik und der Strategien zur Gewährleistung einer abgestimmten Politikumsetzung unterstützt.

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