Wirtschaftliche Landnutzung

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Nutzung natürlicher Ressourcen für wirtschaftliche Entwicklung (SURED)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Äthiopien
Politischer Träger: Ministerium für Landwirtschaft
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2020

Äthiopien. Terrassen in Tigray © GIZ

Ausgangssituation

Die Landwirtschaft ist für den Wirtschaftswachstum und die langfristige Ernährungssicherheit in Äthiopien unabdingbar. Sie bildet für drei Viertel der Bevölkerung die Haupteinnahmequelle. Seit 2008 arbeitet die äthiopische Regierung mit der Unterstützung der Deutschen Entwicklungszusammenarbeit an der Rehabilitierung von Land und Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung.

Ziel

Land wurde nachhaltig und effizient genutzt und die landwirtschaftliche Produktion somit gesteigert. Die Marktanbindung für Produkte und Dienstleistungen für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern wurde verbessert.

Äthiopien. Diskussionsrunde einer Bauerngruppe in einem Wassereinzugsgebiet. © GIZ

Vorgehensweise

Das Programm Nachhaltige Landbewirtschaftung (SLM) des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) orientiert sich an dem Programm Nachhaltiges Landmanagement „Sustainable Land Management Programm“ (SLMP) der äthiopischen Regierung.

SLM besteht aus mehreren Modulen der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Das aktuelle GIZ Modul „Nutzung natürlicher Ressourcen für wirtschaftliche Entwicklung“ (SURED) wird zusätzlich von der EU unterstützt. Die Unterstützung durch SURED ist in das Entwicklungsprogramm der äthiopischen Regierung integriert. Es fokussiert auf die systemische Beratung zur wirkungsvollen Umsetzung der Regierungsbestrebungen:

  • Entwicklung und Verbreitung konzeptioneller Grundlagen für eine umweltgerechte Landbewirtschaftung: Leitgebende Richtlinien werden zusammen entwickelt und angewendet. Partner werden in ihrer Leistungsfähigkeit gefördert und nationale Reformbestrebungen im Landmanagement umgesetzt.
  • Ausarbeitung von Optionen für die Instandsetzung und effiziente Bewirtschaftung der Flächen: Partizipative Landnutzungspläne werden mit Fokus auf Frauen und Jugendliche entwickelt, Wertschöpfungsketten für die dauerhafte Nutzung rehabilitierter Anbauflächen werden geplant.
  • Ein innovatives Ausbildungssystem wird die Beratungskompetenz von Berater*innen in der Rehabilitation und wirtschaftlichen Entwicklung verbessern.
  • Entwicklung von Upscaling-Konzepten und Methoden, die es dem äthiopischen Landwirtschaftsministerium ermöglichen Best Practices auf eine breite Basis zu skalieren.

Mit dem Ansatz "Schutz durch Produktion" („Protection through Production“) unterstützt SURED die landwirtschaftlichen Aktivitäten der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Mit Wertschöpfungsketten, die einen umweltgerechten und sozialen Ansatz verfolgen, werden in Projektregionen Arbeitsplätze ermöglicht und für Bäuerinnen und Bauern eine langfristige Lebensgrundlage geschaffen.

Wirkungen

  • Die Entwicklung von sechs Produkten und Dienstleistungen zu Wertschöpfungsketten hat das Beratungspotenzial der Partner hierzu erhöht.
  • Die Rahmenbedingungen für ländliche Entwicklung wurden verbessert.
  • Grundlagen zur ökonomischen Landnutzung sind durch die Entwicklung von Landnutzungsplänen geschaffen.
  • 1.200 Expert*innen wurden zu den Themen Landrehabilitierung und wirtschaftliche Entwicklung geschult.
  • Fünf Innovationen sind aufbereitet, um sie im Partnersystem zu verbreiten.
  • 1.500 Landwirt*innen haben ihr Wissen zum Farmer Business School Ansatz verbessert. Dieser Ansatz beinhaltet unternehmerische Kenntnisse in Finanzmanagement und Betriebsführung, außerdem im Bereich der Ernährungssicherung.
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