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Nordmazedonien

Ihr aktives Engagement in der Republik Nordmazedonien nahm die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH 1992 auf. Seit 2008 unterhält die GIZ ein Vertretungsbüro in Skopje. Aktuell arbeiten 43 nationale und vier internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und vier integrierte Fachkräfte in dem Land (Stand: 31. Dezember 2018).

Seine Unabhängigkeit von Jugoslawien erlangte Nordmazedonien 1991 ohne kriegerische Auseinandersetzungen. Was die wirtschaftliche Liberalisierung und eine Verbesserung des Geschäftsklimas angeht, macht das Land beachtliche Fortschritte. Doch auf dem Weg zur euro-atlantischen Integration kommt es nur langsam voran. Gründe dafür sind der Namensstreit, demokratische Rückschritte und Governance-Defizite. Korruption und ein schwaches Rechtssystem bereiten weiterhin große Probleme. Im ländlichen Raum Nordmazedoniens sind niedrige Löhne und eine hohe Arbeitslosigkeit ein Thema, und Landflucht ist ihre Folge. Obwohl das Land 2005 den Status eines Beitrittskandidaten der Europäischen Union (EU) erlangte, hat es noch keine Beitrittsverhandlungen aufgenommen.

Im Juni 2018 einigte man sich mit Griechenland auf den Namen des Landes. Das hat die Aussichten Skopjes auf eine NATO- und EU-Mitgliedschaft neu belebt. Deshalb soll die internationale Zusammenarbeit in Nordmazedonien die EU-Reformagenda des Landes unterstützen.

In Nordmazedonien erfordert eine zunehmend gefährdete Umwelt Aufmerksamkeit. Das Land sieht sich mit ernsten Umweltproblemen konfrontiert; in der Hauptstadt Skopje ist vor allem die Atemluft stark belastet. Immer stärker bekommt Nordmazedonien die Folgen des Klimawandels zu spüren. Dürren und Überschwemmungen etwa wirken sich negativ auf die Landwirtschaft aus. Abhilfe lässt sich nur durch eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit Nordmazedoniens mit seinen Nachbarstaaten schaffen.

Die GIZ setzt seit 2007 Projekte um, die speziell die regionale Kooperation und Integration in der Westbalkanregion fördern sollen. Hauptauftraggeber der GIZ ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Auch Institutionen der Europäischen Union und Organisationen von Partnerregierungen beauftragen die GIZ. Die drei Schwerpunktbereiche sind:

  • Wirtschaft und Beschäftigung
  • Staat und Demokratie
  • Nachhaltige Infrastruktur

Diesbezüglich fördert die internationale Zusammenarbeit regionale und kommunale wirtschaftliche Entwicklung und unterstützt die eigenverantwortliche Umsetzung einer EU-konformen Politik zur ausgewogenen Regionalentwicklung in Nordmazedonien. Zusätzlich erarbeitet die GIZ faktengesicherte Politikempfehlungen für eine wirtschaftliche Diversifizierung und ländliche Entwicklung. Ein Beitrag zur EU-Reformagenda und zu regionaler wirtschaftlicher Integration besteht in der Beratung in Sachen Außenhandels- und Wirtschaftsrechtsreform.

Die GIZ wirkt an Projekten zur Verbesserung des staatlichen Leistungsspektrums mit, die vor allem soziale Arbeit fördern und institutionalisieren und kommunale Leistungen modernisieren sollen. Außerdem verbessert die Stärkung von Migrationsmanagement und regionaler Migrationspolitik die Regierungsführung des Landes. Einige Projekte dienen auch der Kriminalitätsbekämpfung in den Westbalkanstaaten, wozu auch die Eindämmung illegaler Finanzströme zählt.

Internationale Zusammenarbeit findet ferner statt in den Bereichen Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt sowie Anpassung an den Klimawandel. Ein wichtiger Aspekt hier ist die Stärkung der Zusammenarbeit mit Nachbarländern in Bezug auf Wasserressourcen und eine umweltverträgliche wirtschaftliche und ländliche Entwicklung.

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