Beschäftigungsförderung in Afrika durch öffentlich-private Kooperationen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung für Beschäftigung in Afrika  (E4D/SOGA)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Finanzierer: Department for International Development (DFID), Norwegian Agency for Development Cooperation (Norad), EU, Korean International Cooperation Agency (KOICA) sowie die Unternehmen Royal Dutch Shell, Tullow Oil plc, Rio Tinto und Quoniam Asset Management
Länder: Kenia, Uganda, Tansania, Mosambik, Südafrika, Ghana und Kamerun
Partner: Diageo Guiness Cameroon; Orange Cameroun S.A.; Accra Brewery; Asanko Gold Inc.; Fidelity Bank Ghana Ltd.; Fruittiland Ltd.; Gold Fields Ghana; Golden Star Resources; Japan Motors Group; Mole Projects and Machinery Ltd; Newmont Ghana Gold Ltd./ Akyem Development Foundation; Northlite Solar; Olam Ghana Limited; Samsung Electronics West Africa Ltd.; UT Bank Ghana Ltd.; Japan Motors Trading Company Ltd.; Base Titanium; Equity Bank (in cooperation with Miramar Foundation); Housing Finance Foundation; Kenya Association of Manufacturers; Kenya Commercial Bank Foundation; Kenya Fed. of Master Builders; Kevian Kenya Limited; Sidai; Tullow Kenya B.V; Anadarko Petroleum Corporation; CB&I; Bavaria Fruit Estates; Blydevallei Sitrus;  Botanica; ChemCity (PTY) Limited; Creative Contracts; Imperial Health Sciences/ Unjani Clinics NPC; JinCom EHS Communications; Johannesburg Chamber of Commerce (JCCI); Landman Vars Produkte; Manstrat Agricultural Intelligence Solutions (Pty) Ltd; Mogalakwena Trading Post; Mondi Ltd; Standard Bank Group; Vodacom Pty Ltd.; Jumeme Rural Power Supply Ltd.; Olam Tanzania Limited; Statoil; Association of Uganda Gas and Oil Service Providers (AUGOS); Barclays Bank of Uganda Limited; Stanbic Bank; UGACOF Limited; Ugandan Manufacturers Association; Total E&P Uganda B.V.; Total East Africa Midstream B.V.
Politischer Träger: Ghana, Mosambik und Südafrika: Ministerium für Industrie und Handel Ministry of Trade and Industry bzw. Department of Trade and Industry in Südafrika; Kenia: Ministerium für Industrialisierung, Handel und Kooperation Ministry of Industry, Trade and Cooperatives; Uganda: Ministerium für Energie und Rohstofferschließung Ministry of Energy and Mineral Development; Tansania: Amt des Premierministers (Prime Minister‘s Office) zusammen mit dem Arbeits-, Beschäftigungs- und Jugendministerium Ministry of Labour, Employment and Youth Development; Kamerun: Ministerium für Wirtschaft, Planung und regionale Entwicklung Ministère de l'Economie, de la Planification et de l'Aménagement du Territoire
Gesamtlaufzeit: 2015 bis 2023

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Ausgangssituation

Das Wirtschaftswachstum, der Reichtum an natürlichen Ressourcen sowie die junge, wachsende Bevölkerung in Afrika bieten große Potenziale für eine dauerhafte Entwicklung des Kontinents. Die Privatwirtschaft ist ein Motor der wirtschaftlichen Entwicklung und somit zentraler Akteur für die Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen. 

Die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen variieren in den sieben Partnerländern des Vorhabens, die Herausforderungen im Hinblick auf Beschäftigung sind jedoch ähnlich: In Südafrika stellt die extrem hohe Jugendarbeitslosigkeit und das Fehlen von Arbeitsplätzen ein zentrales Entwicklungshemmnis dar. In vielen der anderen Partnerländer ist die offizielle Arbeitslosenquote zwar niedrig, allerdings prägen dort Unterbeschäftigung und prekäre Arbeitsbedingungen die Situation. Viele Menschen arbeiten ohne feste Arbeitsverträge, haben keinen verlässlichen Lohn und sind zudem häufig gesundheitlichen Risiken am Arbeitsplatz ausgesetzt. Durch (internationale) Großinvestitionen gibt es zwar einen hohen Bedarf an Arbeitskräften vor Ort. Oft fehlt es jedoch an qualifizierten lokalen Fachkräften und (Zulieferer-) Unternehmen. Die entstehenden Beschäftigungs- und wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten können somit nicht angemessen durch die Bevölkerung und die Unternehmen genutzt werden.

Ziel

Die Beschäftigungs- und die wirtschaftliche Situation von Arbeitssuchenden, Angestellten und Unternehmen hat sich im Rahmen öffentlich-privater Kooperationen verbessert.

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Vorgehensweise

Das Vorhaben orientiert sich am integrierten Ansatz zur Beschäftigungsförderung und setzt öffentlich-private Partnerschaften in den Bereichen „Berufliche Aus- und Weiterbildung“, „Berufsvorbereitung und -vermittlung“ und „Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen“ um. Es setzt in Branchen mit hohem Beschäftigungspotenzial an, die je nach Partnerland variieren. 

Gemeinsam mit Unternehmen entwickelt das Vorhaben Aus- und Weiterbildungen sowie Kurse zur Berufsvorbereitung und Vermittlungsangebote (etwa Praktikumsvermittlung an Berufsschulen). Lokale Unternehmen werden über Trainings fachlich gestärkt und mit anderen Unternehmen vernetzt, beispielsweise im Ausschreibungsmanagement, im Personal- oder Finanzmanagement oder in Umwelt- und Gesundheitsstandards. Dadurch werden lokale Unternehmen als Produzenten und Zulieferer einbezogen und besser am Markt positioniert. 

Erfolgreiche Kooperationsmaßnahmen werden durch das Vorhaben regional verbreitet und anderen privaten oder öffentlichen Partnern zur langfristigen Umsetzung angeboten. Die Nachhaltigkeit des Vorhabens wird zudem gestärkt, indem die Kooperation mit der Privatwirtschaft gezielt in öffentlichen Strukturen der Partnerländer verankert wird, zum Beispiel durch regelmäßige öffentlich-private Dialogforen.

Das Vorhaben wird durch das Department for International Development (DFID), Norwegian Agency for Development Cooperation (Norad), die Europäische Union (EU), das Korean International Cooperation Agency (KOICA) sowie durch die Unternehmen Royal Dutch Shell, Tullow Oil plc, Rio Tinto und Quoniam Asset Management kofinanziert. 

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Wirkung

  • Seit 2015 hat das Vorhaben in den sieben Partnerländern 54 Kooperationsmaßnahmen mit insgesamt 65 internationalen und afrikanischen Partnerunternehmen durchgeführt. Dabei wurden mehr als 22 Millionen Euro als zusätzliche Beiträge der Privatwirtschaft und von öffentlichen Akteuren mobilisiert. 
  • Etwa 67 Prozent der Maßnahmen erreichten die ärmere Bevölkerung. Insgesamt konnten bislang 19.119 Menschen in Beschäftigung gebracht werden, davon 34 Prozent Frauen und 47 Prozent Jugendliche. Bei 48.761 Menschen hat sich das Einkommen um mindestens zehn Prozent erhöht, davon 41 Prozent Frauen und 41 Prozent Jugendliche. 
  • Unter anderem durch Maßnahmen im Bereich Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz haben sich die Arbeitsbedingungen bei 18.680 Menschen verbessert (davon 40 Prozent Frauen). 
  • 484 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und 30.655 Kleinstunternehmen wurden durch unterschiedliche Trainingsmaßnahmen unterstützt. 187 KMU und 606 Kleinstunternehmen wurden neu gegründet. 
  • In der beruflichen Bildung wurden insgesamt 34 Aus- und Weiterbildungen neu entwickelt oder angepasst und in Kooperation mit öffentlichen oder privaten Trainingsinstitutionen durchgeführt. 

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