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Kirgisistan

Die GIZ vor Ort

Nationale Mitarbeiter*innen: 145
Internationale Mitarbeiter*innen: 29 
Entwicklungshelfer*innen: 4
Integrierte Fachkräfte: 6

(Stand: 31.12.2019)

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH führt in der ehemaligen Sowjetrepublik Kirgisistan seit den frühen 1990er-Jahren zwischenstaatliche und überregionale Projekte durch. Das Landesbüro befindet sich in der Hauptstadt Bischkek und weitere Projektbüros gibt es in Osch und Dschalal-Abad.

Kirgisistan ist gegenwärtig die einzige parlamentarische Republik in der zentralasiatischen Region. Eine angespannte Sicherheitslage, geprägt von regionalen, ethnischen und wirtschaftlichen Spannungen sowie Generationenkonflikten, stellen den jungen Staat jedoch vor große Herausforderungen.

Mehr als ein Drittel der Bevölkerung lebt unter der nationalen Armutsgrenze. Politische Instabilität und veraltete wirtschaftliche Strukturen begrenzen die Aussicht auf Wachstum. Auch in der Gesundheitsvorsorge besteht trotz Fortschritten weiter Handlungsbedarf. Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren ist zurückgegangen, die von Neugeborenen reduziert sich hingegen langsamer. Unverändert hoch bleibt die Müttersterblichkeit: Sie ist die höchste unter den 53 Ländern der europäischen Region der Weltgesundheitsorganisation.

Hauptauftraggeber der GIZ in Kirgisistan ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Zu den weiteren Auftraggebern gehören unter anderem die Europäische Union (EU), das Auswärtige Amt (AA) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). 
Gemäß der nationalen Strategie für nachhaltige Entwicklung der Kirgisischen Republik ist die GIZ in zwei Schwerpunktbereichen aktiv:

  • Wirtschaftliche Entwicklung 
  • Gesundheitsversorgung

Um die wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben, konzentriert sich die Kirgisische Republik auf die Armutsbekämpfung, die wirtschaftliche Stabilisierung sowie die Beschleunigung von Strukturreformen. Die GIZ trägt dazu bei, indem sie die Beschäftigung und Einkommensmöglichkeiten für die Menschen in ländlichen Gebieten fördert: Die Entwicklung landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten sowie der Agro- und Ökotourismus werden unterstützt, ebenso wird der Zugang zu Finanzdienstleistungen und finanzieller Bildung verbessert. Die GIZ leistet außerdem einen besonderen Beitrag zum Übergang zur „grünen Wirtschaft“ und zur Exportförderung.

Die Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich fokussiert sich auf eine erhöhte Qualität und Zugänglichkeit der medizinischen Versorgung, insbesondere in der Mutter-Kind-Gesundheit. Die GIZ unterstützt die Regierung dabei, die Hilfe für schwangere Frauen und Neugeborene in fünf Regionen des Landes zu verstärken. Dafür arbeiten die Beteiligten daran, das Gesundheitspersonal besser zu schulen, die perinatale Betreuung sowie die bedarfsgerechte Überweisung und Betreuung von Schwangeren und Neugeborenen zu verbessern.
 

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