Umsetzung des Pariser Abkommens zum Klimaschutz

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Unterstützungsvorhaben für die Umsetzung des Paris-Abkommens (SPA)
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
Land: Global
Gesamtlaufzeit: 2016 bis 2021

Konferenz zu nationalen Klimaschutzbeiträgen in Berlin. GIZ/Philipp Dümcke

Ausgangssituation

Mit dem Pariser Abkommen begann im Dezember 2015 ein neues Kapitel der internationalen Zusammenarbeit im Klimabereich. Zum ersten Mal leisten damit nahezu alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels. Gemeinsames Ziel ist es, die globale Erwärmung auf 2 Grad Celsius – möglichst sogar auf 1,5 Grad Celsius – zu begrenzen.

Um dies zu erreichen, haben sich alle Länder dazu verpflichtet, eigene Klimaziele im Rahmen ihrer national festgelegten Beiträge (Nationally Determined Contribution, NDC) zu entwickeln. Darüber hinaus werden sie Berichte über ihre Emissionen und Aktivitäten im Rahmen eines erweiterten Transparenz-Rahmens (Enhanced Transparency Framework, ETF) vorlegen und ihre Klimaschutzbeiträge im Laufe der Zeit verstärken.

Damit die globale Erwärmung deutlich eingedämmt werden kann, muss das Pariser Abkommen schnell und effektiv umgesetzt werden. Dies ist eine große Herausforderung, die nur gemeistert werden kann, wenn alle Länder gut zusammenarbeiten. Die internationale Gemeinschaft unterstützt daher die Entwicklungsländer bei der Erfüllung ihrer Verpflichtungen. Neben direkter Klimafinanzierung unterstützt sie sowohl den Austausch zwischen Ländervertreter*innen als auch den Aufbau von Wissen, Kompetenzen und den Zugang zu Finanzierung. Dazu hat sie unter anderem globale Initiativen ins Leben gerufen.

Ziel

Partnerländer werden durch globale Initiativen gestärkt, ihre nationalen Klimaschutzbeiträge umzusetzen, nationale Mess- und Berichterstattungssysteme für ihre Treibhausgas-Emissionen aufzubauen und Klimaschutz-Aktivitäten zu realisieren..

Vorgehensweise

Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) arbeitet das Projektteam an der Schnittstelle zwischen der internationalen Klimapolitik der Bundesrepublik Deutschland und der Entwicklungszusammenarbeit. Dabei berät das Projekt themenübergreifend mit dem Ziel, Bedürfnisse und Lösungen zu verbinden.

Das Vorhaben stärkt globale Initiativen und Netzwerke, die die Partnerländer bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen, der Erhöhung ihrer Anpassungsfähigkeit sowie bei der ambitionierten Berichterstattung unterstützen. 

Durch die Zusammenarbeit mit Initiativen und Netzwerken werden auch der Aufbau von Plattformen für politischen und fachlichen Dialog und der Wissensaustausch zwischen den Ländern unterstützt.

Dafür entwickelt das Projekt passende Formate, bietet Konferenzen und Workshops an und stellt Analysen, Wissensprodukte und erfolgreiche Fallbeispiele für die Umsetzung von NDCs und Transparenz bereit. Es leistet damit einen wichtigen Beitrag zum internationalen Lernen und zur Verknüpfung der Themen Klimaschutz, biologische Vielfalt, Katastrophenvorsorge und Ziele der nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) weltweit.

Wirkungen

Das Projekt konzentriert sich bei der Unterstützung der Umsetzung des Pariser Abkommens auf zwei wichtige Bereiche: auf NDC-Umsetzung und Transparenz. Bei der NDC-Unterstützung arbeitet das Vorhaben mit drei Initiativen zusammen: der NDC-Partnerschaft, der Low Emission Development Strategies Global Partnership (LEDS GP) und dem NDC Support Cluster. Außerdem gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem NAP Global Network.

Das Projektteam beteiligt sich an Prozessen in mehr als 40 Entwicklungsländern weltweit, mit denen die NDC-Partnerschaft den Zugang zu Klimafinanzierung verbessert. In 16 dieser Länder ist konkrete Unterstützung von Projekten der Internationalen Klimaschutzinitiative bereits in sogenannten „Partnerschaftsplänen“ abgebildet. 

Das Projekt stellt ebenfalls das Sekretariat der Low Emission Development Strategies Global Partnership (LEDS GP) und unterstützt den Austausch zwischen Ländervertreter*innen. In regionalen und thematischen Arbeitsgruppen leistet das Projekt gezielt technische Unterstützung durch Expert*innen beispielweise zu den Themen kohlenstoffarme Mobilität und Energie, Mobilisierung privater Investitionen und nachhaltige ländliche Entwicklung und Landnutzung.

Auch für das NDC Support Cluster stellt das Projekt das Sekretariat. Es fördert den Austausch zwischen Projekten der Internationalen Klimaschutzinitiative in Veranstaltungen, Konferenzen und Workshops und ermöglicht dadurch gemeinsames Lernen zwischen Projekten und Institutionen.  

Das Projekt unterstützt als Sekretariat der Transparenz-Partnerschaft die Umsetzung eines wichtigen Elements des Pariser Abkommens. Die Partnerschaft wird von vielen Mitgliedern als ein Raum geschätzt, in dem sie sich offen auch zu sensiblen Themen der Klimaverhandlungen austauschen können. Dies erleichtert gemeinsames Lernen und den politischen Dialog zwischen den Akteuren und führt zu verbessertem gegenseitigem Verständnis und Vertrauen. Durch Online-Formate, globale, regionale und nationale Veranstaltungen sowie Wissensmanagement hat die Partnerschaft dazu beigetragen, dass Partner-Länder ambitionierte Transparenz-Systeme aufgebaut haben und in den Klimaverhandlungen zu fairen Ergebnissen und Beschlüssen gekommen sind.