Handelserleichterung in Zentralasien

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Handelserleichterung in Zentralasien
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 
Land: Zentralasien (Tadschikistan, Kasachstan, Kirgisistan und Usbekistan)
Politischer Träger: Ministerium für Wirtschaft in Kirgisistan, Ministerium für Wirtschaftliche Entwicklung und Handel in Tadschikistan, Ministerium für Investitionen und Außenhandel in Usbekistan, Ministerium für Nationale Wirtschaft in Kasachstan
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2019

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Ausgangssituation

Komplizierte Prozesse und administrative Hürden behindern den internationalen Handel der vier zentralasiatischen Länder Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan. Da die Länder keinen Zugang zum Meer besitzen, müssen sie ihre Waren auf dem Landweg transportieren. Der Gütertransport in Zentralasien ist mit hohen Kosten verbunden. Ineffiziente Grenzverfahren und langwierige Prozesse der Zollabfertigung verlängern zusätzlich die Transportzeit um Tage, teilweise sogar um Wochen. Die resultierende Verlangsamung der Handelsprozesse bringt steigende Kosten mit sich, von denen besonders kleine und mittlere Unternehmen betroffen sind.

Deutschland hat sich verpflichtet, Entwicklungs- und Transformationsländer bei der Umsetzung des Abkommens der Welthandelsorganisation (WTO) über Handelserleichterungen zu unterstützen, das im Februar 2017 in Kraft getreten ist. Als Mitglieder der WTO haben sich Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan zur Vereinfachung von Zollverfahren und der Harmonisierungen im Bereich der Transportregulierung verpflichtet. Auch Usbekistan bekennt sich zur Umsetzung von Maßnahmen zur Handelserleichterung und einer damit einhergehenden Senkung der Handelskosten.

Ziel

Handelsorientierte Unternehmen in Zentralasien profitieren von kostensenkenden Maßnahmen zur Handelserleichterung.

Vorgehensweise

Das Vorhaben unterstützt die Zollbehörden, Risikomanagement zu einem operativen Bestandteil der Zollprüfung zu machen. Durch ein Risikomanagementsystem wird die Anzahl der Inspektionen von eintreffenden Waren auf diejenigen Güter reduziert, die ein erhöhtes Risiko für die Verletzung der Zollvorschriften aufweisen. Unternehmen, die rechtskonform handeln, profitieren von schnelleren Verfahren.

Das Projekt vereinfacht ausgewählte zwischenstaatliche Transport- und Transitabläufe in den vier zentralasiatischen Ländern. So werden beispielsweise vereinfachte Garantiesysteme für Transitgüter eingeführt. Das bedeutet für die handeltreibenden Unternehmen Kostensenkungen, da es zu Zeitersparnissen beim Grenzübertritt kommt.

Privatwirtschaftliche Akteure unterstützt das Projektteam, Angebote der Handelserleichterung und  förderung besser zu nutzen. Es bindet sie in eine nationale Plattform für Handelserleichterung ein, wo sie ihre Bedürfnisse darlegen können. Durch diesen Austausch soll sichergestellt werden, dass handelserleichternde Maßnahmen und regionale Dienstleistungen entsprechend dem Bedarf der Unternehmen gestaltet werden. So können diese ihre Handelskosten senken.

Über das Projekt

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