Zugang zu Energie im ländlichen Raum II – IGEN-Access II

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Deutsch-indisches Energieprogramm – Zugang zu Energie im ländlichen Raum II – IGEN-Access II
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Indien
Politischer Träger: Ministerium für neue und erneuerbare Energien (Ministry of New and Renewable Energy, MNRE)
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2022

A functional pico hydro plant

Ausgangssituation

Der wirtschaftliche und demografische Wachstumsschub in Indien hat in den letzten zehn Jahren zu einem Anstieg des Energieverbrauchs um durchschnittlich 8 Prozent pro Jahr geführt. Mit Initiativen wie Ujjwala und Saubhagaya bemüht sich die indische Regierung, die Energieversorgung aller Haushalte des Landes sicherzustellen. Um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern und die Energiequellen zu diversifizieren, hat sich Indien außerdem zum Ziel gesetzt, bis 2022 im Bereich erneuerbare Energien über eine installierte Leistung von 175 Gigawatt (GW) zu verfügen. Allerdings sind die Erschwinglichkeit, Zuverlässigkeit und Qualität der Energieversorgung im ländlichen Indien nach wie vor ein Thema.

Dezentrale Systeme erneuerbarer Energien können zu einer kontinuierlichen Energieverfügbarkeit sowohl für private Haushalte als auch für produktive Nutzungen beitragen. Allgemeine Energiesicherheit dank dezentraler Energieerzeugung in Verbindung mit besserer Planung kann zudem die Staatskasse entlasten.

Ziel

Die Energieversorgung in ländlichen Gebieten ausgewählter Bundesstaaten Indiens ist verbessert.

Mini Grids installation

Vorgehensweise

Mit IGEN-Access II sollen die erprobten Ergebnisse der ersten Projektphase breitere Anwendung finden. Vorgesehen ist, im Rahmen eines ganzheitlichen Gesamtplanungsansatzes die Staaten bei der Erarbeitung von Energieaktionsplänen zu unterstützen, bewährte Modelle und Instrumente zur Verbesserung der Energiegrundversorgung zu verbreiten und die konzeptionellen Grundlagen für den Ausbau der Energieversorgung zu schaffen.

  • Strategische Energieplanung: Das Vorhaben strebt Energiesicherheit in allen Bundesstaaten an. Der Beitrag erneuerbarer Energien, einschließlich dezentraler Systeme, wird als strategische Option in der Energieplanung eingesetzt.
  • Verbreitung bewährter Modelle und Instrumente zur Verbesserung der Energiegrundversorgung: Finanzdienstleister werden dabei unterstützt, zur breiteren Anwendung der Modelle und Instrumente neue Darlehensverträge mit ländlichen Energieverbrauchern abzuschließen. Dadurch wird sich die Versorgungslage im ländlichen Raum verbessern.
  • Schaffung der konzeptionellen Grundlagen für die Steigerung der Energieversorgungsqualität: Im Rahmen des Programms werden geplante Beratungsmaßnahmen zur Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen unterstützt.

Partnerbehörde des Programms ist das Ministerium für neue und erneuerbare Energien (MNRE).