Globalvorhaben zur Unterstützung der Exportinitiative Umwelttechnologien

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Globalvorhaben „Unterstützung der Exportinitiative Umwelttechnologien“
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
Land: Global (Zielländer: Jordanien, Thailand, Ukraine, Indien, Ägypten)
Politischer Träger: Jordanien: Ministry of Environment (MoE), Thailand: Pollution Control Department, Ukraine: Ministry of Regional Development, Housing and Municipal Economy of Ukraine, Indien: Ministry of Environment, Forest and Climate Change (MoEFCC), Ägypten: Ministry of Environment (MoE)
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2021

Ukraine_Planungsworkshop zur Stadtentwicklung

Ausgangssituation

Leitgedanke der Exportinitiative Umwelttechnologien ist, dass Innovationen im Umwelt- und Klimaschutz sowie ein effizienter Umgang mit Ressourcen erhebliche Wachstumschancen bieten. Eine fortschrittliche Umweltpolitik wird als Treiber für Innovation, Qualifikation und grüne Transformation gesehen. Sie bietet Wettbewerbschancen und birgt gleichzeitig erhebliche Potenziale, die Umwelt zu entlasten. 

Wird der Einsatz von innovativen und integrierten Umwelt- und Effizienztechnologien gefördert sowie marktvorbereitende Aktivitäten vorgenommen, so werden damit die Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung geschaffen sowie ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz und zur Reduzierung von Treibhausemissionen geleistet. 

Den Partnerländern gemeinsam ist ihre herausfordernde Ausgangssituation für die Aufnahme von Umwelttechnologien. Sie verfügen nur über unzureichende politische, rechtliche und administrative Rahmenbedingungen, es fehlen technische Kapazitäten, die Märkte sind wenig entwickelt. 

Ziel

In ausgewählten Partnerländern der Exportinitiative sind förderliche Rahmenbedingungen für den Einsatz von modernen Umwelt- und Klimaschutztechnologien geschaffen.

Foto 05_Thailand_LoT Innovation Workshop 01

Vorgehensweise

Das Globalvorhaben setzt diese Maßnahmen in den fünf Ländern Jordanien, Thailand, Ukraine, Indien und Ägypten um. Daneben werden weitere Maßnahmen entsprechend dem Bedarf und den Prioritäten des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) umgesetzt.
Die Maßnahmen werden in Kooperation mit laufenden bilateralen Vorhaben der deutschen Technischen Zusammenarbeit umgesetzt. Das vor Ort eingesetzte Personal ist der Ansprechpartner für weitere, laufende Projekte der Exportinitiative, die von Zuwendungsnehmern des BMU in diesen Ländern durchgeführt werden. Dadurch werden der regelmäßige Informations- und Erfahrungsaustausch der Projekte untereinander gefördert und Synergien geschaffen. Darüber hinaus werden die Projekte in die Strategien der Zielländer stärker eingebettet.

Zu diesem Zweck bauen die geförderten Projekte und Maßnahmen technisches und institutionelles Know-how auf. Auf diese Weise wird der Einsatz von Umwelt- und Klimaschutztechnologien vorbereitet und flankiert. Im Fokus steht Wissenstransfer, Umweltbildung und -sensibilisierung und die Förderung des Kapazitätsaufbaus als Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung. 

Damit schafft das Vorhaben konkrete Voraussetzungen dafür, dass innovative Technologien nachgefragt werden und dafür nachhaltige Strukturen vorhanden sind. Pilothaft wird auch der Einsatz von Umwelttechnologien gefördert. Die Exportinitiative arbeitet damit komplementär zu Aktivitäten der Außenwirtschaftsförderung des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) und der Entwicklungszusammenarbeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Der Schwerpunkt der Exportinitiative liegt auf der öffentlichen Daseinsvorsorge, also der Kreislaufwirtschaft einschließlich Abfall- und Rohstoffwirtschaft, dem Wasser- und Abwassermanagement, der Ressourceneffizienz, nachhaltigem oder energiesparendem Bauen und integrierter Stadtentwicklung, nachhaltigem Konsum, umweltfreundlicher Mobilität und Luftreinhaltung sowie Klimaschutztechnologien in Abstimmung mit der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des BMU.

India_Produktionstätte für Textilien 01