In Zusammenarbeit mit der Wirtschaft die Ziele der Agenda 2030 erreichen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Sektorvorhaben “Zusammenarbeit mit der Wirtschaft ” 
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Global
Politischer Träger: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Gesamtlaufzeit: 2020 bis 2022

leveristde_(c)GIZ_HannaHempel

Ausgangssituation

Im Herbst 2015 haben alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ unterzeichnet. Darin enthalten sind 17 Ziele für eine nachhaltige wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung („Sustainable Development Goals“ – SDGs).

Die SDGs stehen im Mittelpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) und geben die Inhalte der Aktivitäten vor. Um die 17 Ziele zu erfüllen, ist die Entwicklungszusammenarbeit auf die Mittel und das Engagement der deutschen, europäischen, internationalen und lokalen Wirtschaft angewiesen. Nur so wird die Grundlage für ein sozial gerechtes und ökologisch nachhaltiges Wachstum geschaffen, das zu mehr Beschäftigung und weniger Armut beiträgt.

Ziel

Öffentliche und private Partner*innen arbeiten enger zusammen, um die SDGs der Agenda 2030 zu erreichen.

lot_(c)GIZ_MartinHangen

Vorgehensweise

Das Sektorvorhaben unterstützt privatwirtschaftliches Engagement, indem es das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bei der Themenentwicklung berät, Netzwerke und Projekte mit aufbaut und Innovationen und Produkte entwickelt. Verschiedene Komponenten des Projekts fördern zusammen mit der Wirtschaft, dem BMZ und anderen Organisationen öffentliche und private Akteur*innen:

  • Die „BMZ-Beratung“ unterstützt das BMZ bei der Kooperation mit der deutschen und europäischen Wirtschaft: Das Team leistet fachliche Beratung sowohl zur konkreten Umsetzung als auch zur strategischen Ausrichtung und Weiterentwicklung des Themengebiets „Zusammenarbeit mit der Wirtschaft“.
  • Die „Produktentwicklung“ schafft innovative Ansätze für die Zusammenarbeit mit Unternehmen. Ein Beispiel dafür ist die digitale Plattform leverist.de. Unternehmen finden hier Geschäftsmöglichkeiten in Entwicklungs- und Schwellenländern, die zu einer langfristigen Entwicklung beitragen. Über die Plattform können Unternehmen Kontakt mit Expert*innen der EZ vor Ort aufnehmen und gemeinsam Kooperationen anstoßen.
  • Das Themenfeld „Nachhaltige Entwicklung durch Tourismus“ hat das Ziel, Tourismus in der EZ zu verankern. Hierzu werden Veranstaltungen organisiert und das BMZ sowie die Auslandsprojekte der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH aus dem Bereich Tourismus erhalten fachliche Beratung. Das Tourismus-Team des Vorhabens entwickelt darüber hinaus Angebote und Handreichungen wie zum Beispiel digitale Trainings im Bereich Tourismus. Außerdem wird durch den Branchendialog „Tourismus für nachhaltige Entwicklung“ die Zusammenarbeit mit der Tourismuswirtschaft und das gemeinsame Engagement der Branche zur Erfüllung der SDGs gefördert.
  • Die „Strategische Partnerschaft Technologie in Afrika (SPTA)“ ist ein Netzwerk der deutschen EZ und rund 200 europäischer Unternehmen. Ziel ist die Entwicklung öffentlich-privater Kooperationsprojekte zu Technologie und Innovation in Afrika. Die Partner*innen arbeiten in Expertengruppen thematisch zu Bildung, Energie, Gesundheit, E-Governance, Landwirtschaft und Mobilität. Angestoßen wurde das Netzwerk von Günter Nooke, dem Persönlichen Afrikabeauftragten der Bundeskanzlerin im BMZ.
  • Das „lab of tomorrow“ (lot) bringt nachhaltige unternehmerische Lösungen für konkrete Bedarfe in Entwicklungs- und Schwellenländern hervor. In den lot-Prozessen entwickeln interdisziplinäre Teams innovative Geschäftsmodelle für konkrete Herausforderungen, wie beispielsweise die Reduzierung von Plastikmüll in Thailand. In den Teams arbeiten Unternehmen, Expert*innen und Akteur*innen aus Politik und Zivilgesellschaft aus Europa und den Zielländern zusammen und leisten mit ihren Ideen langfristig einen Beitrag zur lokalen Wirtschaft und Gesellschaft und der Umsetzung der SDGs.
  • Die „Unternehmensallianz Energie“ wird aus dem Sektorvorhaben heraus koordiniert. Sie besteht aus Unternehmen und Verbänden aus der Wertschöpfungskette „grüner Wasserstoff und PtX-Produkte“ – von der Energiegewinnung bis zum Anlagenbau. Das BMZ hat die Allianz 2019 ins Leben gerufen, um die Technologien und Kompetenzen der Wirtschaft frühzeitig in seine Planungen einzubinden. Grüner Wasserstoff, aus dem klimaneutrale synthetische Kraftstoffe gewonnen werden können, bietet eine große Chance für die Partnerländer der deutschen EZ. – beispielsweise durch zusätzliche qualifizierte Arbeitsplätze, höhere Exporteinnahmen sowie eine Verbesserung der lokalen Energieversorgung.

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