Verbesserung der dualen Berufsausbildung in Kenia

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Jugendbeschäftigung und berufliche Bildung in Kenia
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Kenia
Politischer Träger: Ministerium für Bildung (Ministry of Education, MoE)
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2020

Ausgangssituation

Kenia ist eine der zehn führenden Wirtschaftsnationen im südlich der Sahara gelegenen Teil Afrikas. Das Land verzeichnete in den vergangenen Jahren wirtschaftliche Erfolge. Kenia ist das industriell am weitesten entwickelte Land Ostafrikas. Trotzdem blieb der Beitrag der Industrie zur Gesamtwirtschaftsleistung mit etwa 20 Prozent auf demselben Niveau.

Für die anwachsende junge Bevölkerung fehlen Arbeitsplätze. Gleichzeitig mangelt es an qualifizierten Fachkräften in der Industrie, um die Produktivität zu steigern und Wachstum zu fördern. Dieser Mangel ist vor allem auf eine wenig beschäftigungsorientierte aber theorielastige Berufsausbildung in Kenia zurückzuführen.

Um der wachsenden Jugendarbeitslosigkeit entgegenzuwirken, räumt die kenianische Regierung der Berufsbildung in der jüngeren Vergangenheit einen höheren Stellenwert ein. Durch eine Berufsbildungsreform plant die Regierung, Zugang, Qualität und Relevanz der Ausbildung zu verbessern. Die Privatwirtschaft soll weiterhin stärker an der Gestaltung und Durchführung beruflicher Bildung beteiligt werden. Bislang fehlen allerdings Erfahrungen und gute Beispiele, wie die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft in der Berufsbildung intensiviert und stärker institutionalisiert werden kann. Eine Lösung könnte die duale Ausbildung sein, bei der einzelne Ausbildungsmodulen in den Betrieben stattfinden. Inhaltliche, personelle und organisatorische Voraussetzungen für eine versuchshafte Durchführung von beschäftigungsorientierter und dualer Berufsbildung sind aber unzureichend.

Ziel

Inhaltliche, personelle und organisatorische Voraussetzungen für eine beschäftigungsorientierte und duale Berufsbildung sind verbessert.

Vorgehensweise

Die Vorhaben arbeitet schwerpunktmäßig im Großraum Nairobi. Hier ist ein Großteil der kenianischen Industrie angesiedelt.

Das Projekt unterstützt ausgewählte Unternehmen aus der Industrie bei der Entwicklung von Kompetenzen und durch Beratung. Die Unternehmen sollen eine aktive Rolle in der Entwicklung und Durchführung einer dualen Ausbildung einnehmen. Weiterhin fördert das Vorhaben den Aufbau von Fähigkeiten und Kompetenzen und unterstützt die Organisationsentwicklung in ausgewählten staatlichen Ausbildungsinstitutionen. Diese werden befähigt, den schulischen Teil der Ausbildung in enger Abstimmung mit den teilnehmenden Unternehmen umzusetzen. Zuletzt soll die duale Berufsbildung als innovatives Modell durch die kenianische Berufsbildungsreform fest verankert werden. Das Vorhaben berät in diesem Zusammenhang die zuständigen staatlichen Berufsbildungsstellen.