Allianz für Produktqualität in Afrika

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Allianz für Produktqualität in Afrika
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ); Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
Land: Ägypten, Marokko, Tunesien, Ruanda, Äthiopien, Côte d'Ivoire, Ghana, Senegal
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2022

Reismühlemitarbeiter führt eine Qualitätskontrolle durch.

Ausgangsituation

Damit Güter in die Europäische Union importiert werden können, müssen sie gewissen gesetzlichen Normen für Qualität und Verbraucherschutz sowie meist auch freiwilligen Umwelt- und Sozialstandards entsprechen. Afrikanische Produkte erfüllen diese oft nicht oder verfügen nicht über die notwendige Zertifizierung. Bei Exporten aus afrikanischen Ländern handelt es sich daher vor allem um nicht verarbeitete Rohmaterialien. Trotz niedriger Produktionskosten werden Chancen für die Schaffung von Arbeitsplätzen vertan, da sich afrikanische Produzent*innen so nicht an globalen Wertschöpfungsketten beteiligen können. Das liegt beispielsweise an mangelndem Wissen von Unternehmen zu vorhandenen Standards und Regularien, an fehlender Leistungsfähigkeit zu deren Umsetzung oder fehlenden Möglichkeiten zur Zertifizierung im Land.

Für viele afrikanische Erzeugnisse besteht auf internationalen Märkten eine hohe Nachfrage, wie zum Beispiel für Tropenfrüchte und Textilien. Viele afrikanische Produzent*innen verkaufen ihre Produkte aufgrund von Zertifizierungsanforderungen von internationalen Einkäufer*innen nur auf nationalen Märkten. Die Allianz will Produzent*innen von Gütern mit Exportpotenzial bei Zertifizierungsfragen unterstützen, um den Zugang zu internationalen Märkten zu erleichtern.

Ziel

Die Produktqualität in ausgewählten Wirtschaftsbereichen und -standorten in Afrika ist erhöht.

Der Bauer Atsbeha Abadi bei der Papaya-Ernte.

Vorgehensweise

Die Allianz für Produktqualität ist eine Multiakteurspartnerschaft und Teil der Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Sie setzt sich für die Verbesserung der Produktqualität in ausgewählten afrikanischen Ländern ein. Die GIZ arbeitet in der Allianz Hand in Hand mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) und setzt Aktivitäten gemeinsam mit Unternehmen, Unternehmerverbänden, Fachinstitutionen und anderen Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit um.

Die Allianz fördert die Umsetzung, Einhaltung und den Nachweis von internationalen Qualitätsanforderungen (Standards, Normen, technische Vorschriften). Lokale Unternehmen werden dabei unterstützt, Qualitätsstandards einzuhalten und entsprechende Zertifikate einzuholen. Um den Aufbau von Lieferantenbeziehungen zu fördern, bindet die Allianz europäische Unternehmen in die Auswahl von Branchen und in die Entwicklung von Projektideen mit ein. Gleichzeitig werden Partnerschaften zwischen europäischen und afrikanischen Fachinstitutionen für Qualitätsinfrastruktur unterstützt, um den Ausbau von qualitätssichernden Dienstleistungen zu fördern sowie langfristigen Austausch und Wissenstransfer zu ermöglichen.

Andere Sprachversionen

Downloads

Weitere Informationen