Unterstützung Erneuerbarer Energien an Universitäten in Nigeria

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Skalierung der Universitätselektrifizierung in Nigeria
Auftraggeber: Auswärtiges Amt
Land: Nigeria
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2020

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Ausgangssituation

Nigerias Stromversorgung ist nicht ausreichend leistungsstark, um die Nachfrage der rapiden wachsenden Bevölkerung sowie den Strombedarf nigerianischer Institutionen und der Industrie zu decken. Durchschnittlich 4.000 Megawatt (MW) am Tag wurden 2018 erzeugt und über das Stromnetz transportiert. Im Allgemeinen erreichen jedoch nur 25 Prozent des erzeugten Stroms die Endkonsument*innen. Grund dafür sind die großen Verluste im Übertragungs- und Verteilnetz.

Die schlechte Stromversorgung hat auch starke negative Auswirkungen auf die nigerianischen Bildungseinrichtungen: Schulen und Universitäten haben oft nicht genügend Strom, um störungsfrei Unterricht anzubieten. Einige Universitäten mussten in der Vergangenheit wegen der mangelhaften Stromversorgung teilweise schließen.

Der Einsatz dezentraler, moderner Energiedienstleistungen kann maßgeblich zur Steigerung der Elektrifizierungsrate in Nigeria beitragen. Die Akteure haben jedoch nur eine geringe Leistungsfähigkeit in Bezug auf die Umsetzung. Darüber hinaus ist das Wissen um die Potenziale Erneuerbarer Energien in Nigeria nicht ausreichend verbreitet und es zeichnet sich ein allgemeiner Fachkräftemangel im Bereich Solartechnologien ab.

Ziel

Nigerianische Universitäten nutzen Solarenergie zur Stromversorgung. Unterrichtsinhalte zu Solartechnologien bieten sie innerhalb ihrer ingenieurswissenschaftlichen Studiengänge an.

Vorgehensweise

Zur Umsetzung des Vorhabens wird eine Integrierte Fachkraft an die Universität von Ibadan entsandt. Diese wird in zwei Interventionsbereichen tätig:

  1. Skalierung der Universitätselektrifizierung

Die deutsch-nigerianische Energiepartnerschaft (NGEP) hat einen wirtschaftlich nachhaltigen Ansatz zur Solarelektrifizierung nigerianischer Universitäten entwickelt. Die NGEP ist Teil der vom Auswärtigen Amt koordinierten bilateralen Kommission zwischen Nigeria und Deutschland. Dieser Ansatz stellt den Zugang zu

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finanzierbarem, sauberem Strom sicher und ermöglicht gleichzeitig die Mischung privater Investitionen mit öffentlichen Mitteln. Eines der Pilotprojekte ist die Universität Ibadan. Von dort aus soll die Integrierte Fachkraft weitere nigerianische Universitäten identifizieren, für die der Solarelektrifizierungsansatz angewendet werden kann, und ein wirtschaftliches Geschäftsmodell erarbeiten.

          2. Professionalisierung der Lehre und Ausbildung im Solarbereich

Über privatwirtschaftliche Investitionen wird der Aufbau eines Solartrainingszentrums an der Universität Ibadan finanziert. In diesem werden Schulungen und Trainings für interne und externe Studierende durchgeführt. Darüber hinaus entwickelt die Integrierte Fachkraft Lehransätze, wie Solarinhalte in ingenieurswissenschaftliche Studiengänge eingebettet werden können.

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