Gesellschaftliches Engagement von Jugendlichen fördern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Soziale Partizipation und gesellschaftliches Engagement durch Jugendliche (SPACE)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Jordanien und Libanon
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2022

Ausgangssituation

In vielen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens herrschen alte Gesellschaftsmodelle vor: Diese beruhen auf der unausgesprochenen Vereinbarung, dass der Staat für die Versorgung der Bevölkerung zuständig ist und für ihre Sicherheit garantiert, dabei aber nicht transparent vorgehen muss und nur begrenzte Möglichkeiten der politischen Beteiligung zulässt. 

Junge Menschen haben in diesem vorherrschenden System nahezu keine Möglichkeiten, sich an den politischen Prozessen zu beteiligen und sich für gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein friedliches Miteinander einzusetzen. Sie stoßen regelmäßig auf Hindernisse und Widerstände, wenn sie Forderungen durchsetzen wollen. Vielerorts hat es sich als nahezu unmöglich erwiesen, gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken. 

Jugendlichen fehlen Möglichkeiten, um ihre Gesellschaft friedlich zu gestalten. Sie verfügen zudem nur über wenige physische und virtuelle Räume, in denen sie sich frei entfalten und die sie ihren Bedarfen nach gestalten können. 

Jugendliche mit Fluchthintergrund sind in diesem Zusammenhang häufig mehrfacher Benachteiligung ausgesetzt, da die wenigen zur Verfügung stehenden Orte keine integrativen Konzepte anbieten. Es fehlen Orte, an denen Jugendliche mit unterschiedlichen Hintergründen gemeinsame Erfahrungen sammeln können, um Vorurteile abzubauen und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Selbst innerhalb der Projekte der Entwicklungszusammenarbeit, die sich intensiv mit der Zielgruppe Jugend beschäftigen, haben sie nur wenige Gestaltungsmöglichkeiten. 

Es gibt sowohl im Libanon als auch in Jordanien lokale und nationale Jugendorganisationen, die gute Ansätze zur Beteiligung von Jugendlichen entwickelt haben. Jedoch existieren besonders in den Regionen nur wenige gegenseitige Lernformate für Jugendorganisationen, bei denen sich die Jugendlichen austauschen können. 

Ziel

Die Einflussnahme von Jugendlichen zur Gestaltung von friedlichen Räumen in ihrem sozialen Umfeld ist gestärkt.

Vorgehensweise

Das Vorhaben trägt zum sozialen Zusammenhalt bei sowie zur Integration benachteiligter Gruppen, insbesondere Menschen auf der Flucht. Junge Frauen und Männer sollen dazu befähigt werden, einen positiven Beitrag zur Gestaltung ihrer Gesellschaft zu leisten. Dafür bietet das Vorhaben verschiedene Formate für Beteiligung und Dialog. Es fördert zudem eine konstruktive Beziehung zwischen Staat und gesellschaftlichen Gruppen und schafft Räume für zivilgesellschaftliches Engagement.

Die Maßnahmen beteiligen Jugendliche an der Umsetzung ausgewählter Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in Jordanien und im Libanon. 

Das Vorhaben verbessert die Teilhabe an der Gestaltung und Nutzung von virtuellen und physischen öffentlichen Räumen. Außerdem soll ein regionales Forum für gegenseitiges Lernen, Dialog, und Austausch zum Thema Jugendförderung gegründet werden.

Weitere Informationen