Küsten- und Meeresbiodiversität im Westindischen Ozean schützen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Meeresgovernance-Initiative in der Region Westindischer Ozean
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Afrika NA, Pilotland: Mosambik
Politischer Träger: Sekretariat der Nairobi Konvention
Gesamtlaufzeit: 2020 bis 2023

Ausgangssituation

Der Westindische Ozean (WIO) ist ein Hotspot der Artenvielfalt und von zentraler Bedeutung für die Ernährungssicherheit und die Entwicklung der ostafrikanischen Küstenstaaten: Etwa 60 Millionen Menschen sind direkt oder indirekt abhängig von Fischerei, Tourismus, Erdöl- und Gasgewinnung.

Mit der wachsenden Weltwirtschaft und der rasant steigenden Bevölkerungszahl in der Region nimmt der Bedarf an Ressourcen jedoch drastisch zu. Ausbeutung natürlicher Rohstoffe, Urbanisierung und Industrialisierungen bedrohen die natürliche Lebensgrundlage der Bevölkerung. Die Folgen des Klimawandels tragen weiter dazu bei, dass die marine und küstennahe Biodiversität abnimmt. 

Seit 1985 dient die Nairobi Konvention (NK) als rechtlicher Rahmen und Koordinationsmechanismus für regionalen Meeresschutz unter dem Dach des „Programms für Regionalmeere“ der Vereinten Nationen (UNEP). Die Vertragsstaaten zeigen zwar politischen Willen, können jedoch den Schutz und die verantwortungsvolle Nutzung bedrohter Ökosysteme bis heute nicht gewährleisten. Effektive Kooperation der relevanten Akteur*innen scheitert unter anderem an zersplitterten Zuständigkeiten, mangelnder Koordination und der unzureichenden Beteiligung der Wirtschaft.

Ziel

Regionale und nationale Akteur*innen arbeiten besser zusammen, um die Meeres- und Küstenbiodiversität im Westindischen Ozean zu schützen und nachhaltig zu nutzen.

Vorgehensweise

Das Vorhaben ist partizipativ, konflikt- und gendersensibel gestaltet. Es bezieht Akteur*innen aus unterschiedlichen Bereichen mit ein und orientiert sich dabei an regionalen Bedarfen. Die folgenden eng miteinander verknüpften Arbeitsfelder stehen dabei im Mittelpunkt:

1. Förderung des politischen Dialogs, um Strategien für die regionale Meeresgovernance zu entwickeln. 

2. Einbeziehung der Wirtschaft in die regionale Meeresgovernance.

3. Erarbeitung beispielhafter Lösungsansätze für integriertes Küstenzonenmanagement in Mosambik. 

Es spielen folgende Faktoren eine wichtige Rolle: Identifikation und Priorisierung der geteilten Herausforderungen, Mobilisierung der Hauptakteur*innen, Fach- und Prozessberatung, bessere Handlungsfähigkeit für die nachhaltige Umsetzung und das Monitoring der Maßnahmen.

Das Vorhaben ist eng an die Ziele und die aktuellen Arbeitsschwerpunkte der Nairobi Konvention angelehnt. Dadurch sollen sich größtmögliche Synergien mit Projekten ergeben, die in der Region bereits umgesetzt werden.